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  • EmergencyEye Kampagnen
08.2018|Work|

Kampagnen retten Leben

In Zusammenarbeit mit dem Grevenbroicher StartUp Unternehmen Corevas entwickeln Studierende der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort Kampagnen, um die Bedeutung der Reanimation bei Herzstillstand in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. In Europa haben mehr als 350.000 Menschen pro Jahr einen Herzstillstand. Weniger als 10% überleben. Das sind umgerechnet 1.000 Tote pro Tag. Ein Großteil davon könnte noch leben, wenn sie rechtzeitig reanimiert worden wären. Tatsächlich reagieren aber weniger als 30% der Beteiligten in einer Notsituation. Die Gründe dafür sind vielfältig: Unwissen, Ängste, Blockaden, Gleichgültigkeit… Die sofortige Hilfe bei Herzstillstand ist jedoch entscheidend, denn nach 3 Minuten Herzstillstand sterben Gehirnzellen unwiderruflich. Trotz des guten Rettungssystems in Deutschland, ist es den Rettungskräften oftmals nicht möglich, den Patienten innerhalb dieser 3 Minuten zu erreichen. Die direkte Laienreanimation rettet also Leben!

Um diese Situation zu verbessern, haben Studierende im Rahmen des Semesterprojektes »Save Lives« unter der Leitung von Susanne Coenen und Nicole Slink, Lehrbeauftragte für Kommunikationsdesign an der Hochschule Rhein-Waal und Geschäftsführer von »Lockstoff Design GmbH«, Kampagnen entwickelt, wie sie Menschen dazu bringen können, bei Herzstillstand zu reagieren. Sie schaffen Aufmerksamkeit, informieren, erklären, und zeigen, was jeder Einzelne bewirken kann. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem StartUp Unternehmen Corevas als studentischer Wettbewerb durchgeführt. Die Corevas beschäftigt sich seit drei Jahren mit der Produkt- und Prozeßinnovation EmergencyEye. Mit EmergencyEye ist es den Leitstellen nun möglich, neben einer direkten Ortung der Hilfesuchenden, eine direkte Videoverbindung per Smartphone zu Unfallstellen zu schaffen und damit einerseits rascher Hilfe an den richtigen Ort zu senden und andererseits eine bessere Einschätzung der Situation und auch eine bessere Anleitung durch die Leitstellenmitarbeiter zu ermöglichen. Der professionelle Mitarbeiter in der Leitstelle bekommt durch EmergencyEye Augen.

Eine Jury, bestehend aus dem EmergencyEye-Team unter der Leitung von Prof. Dr. med. Günter Huhle und CEO der Corevas Diplom-Designerin Carola Petri sowie der Art-Direktorin Stephanie Marniok, wertete die verschiedenen Kampagnen aus und kürte schließlich 3 Sieger.

Den Siegerentwurf entwickelte Student Joao Heleno Duarte. Seine bunte und fröhliche Kampagne mit dem Titel #CPR-Heroes ermutigt Menschen dazu, ein Held zu sein. Dazu zeigt er die Hände von Superhelden, welche die typische Reanimationspose einnehmen. Der zweite Platz ging an Jana Uhlig. Sie zeigte auf innovative Weise, welche Träume eines Menschen verloren gehen können, wenn er bei einem Herzstillstand nicht wiederbelebt wird. Dazu hat sie ein interaktives Plakat entwickelt, welches durch Herzmassage zum Leben erweckt werden kann. Es erscheinen Träume eines Menschen, die durch die Reanimation wieder Realität werden können. Verschiedene Plakate zeigen die Träume ganz unterschiedlicher Menschen. Die Anwendung lässt sich auch für Smartphones nutzen. Marie Willsch gelangte mit ihrer Kampagne »Hands can save lives« auf den dritten Platz. Sie zeigt, wie einfach es ist, mit seinen zwei Händen Reanimation durchzuführen. Dazu visualisiert sie auf Plakaten, was im Alltag mit zwei Händen alles gemacht werden kann und sagt, genauso einfach könne man mit seinen Händen ein Leben retten.

Hochschule Rhein-Waal: An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort insgesamt 25 Bachelor- und drei Master-Studiengänge an vier Fakultäten – »Technologie und Bionik«, »Life Sciences«, »Gesellschaft und Ökonomie« und »Kommunikation und Umwelt« – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Rund 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen fühlen sich rund 2700 Studierende aus 84 verschiedenen Nationen an der Hochschule Rhein-Waal wohl. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch und eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.